Zeppelin über dem See

Zeppelin über dem See 1838 wurde Graf Zeppelin in Konstanz geboren. Er schlug eine Militärlaufbahn im Staat Württemberg ein und reiste 1863 als Beobachter des Amerikanischen Bürgerkrieges in die USA. Dort absolvierte er auch einen Ballonflug, der sein Interesse für die Luftfahrt weckte und ihn Vorschläge für Lenkballone machen ließ. 1890 schied er aus dem Militärdienst als Generalleutnant aus und beschäftigte sich mit der Konstruktion von lenkbaren Luftfahrzeugen, deren erstes Exemplar LZ 1 am 2.7.1900 bei Friedrichshafen aufstieg. Mit Spendengeldern wurden weitere Luftschiffe gebaut, es folgten die Gründung von Stiftungen und Firmen in Friedrichshafen für Bau und Betrieb seiner "Zeppeline". 1917 starb Graf Zeppelin in Berlin. In den 20er Jahren unternahmen Zeppeline spektakuläre Rekord- und Forschungsfahrten, es wurde aber auch ein leistungsfähiger und schneller Liniendienst unter anderem in die USA eingerichtet. In den 30er Jahren nutzten selbstverständlich die Nazis diese modernen und bekannten Technologieträger für Propagandazwecke, bis es 1937 zu einem schweren und verlustreichen Unfall des Luftschiffes "Hindenburg" in Lakehurst/USA kam. Danach wurden die Zeppelinflüge eingestellt. 1997 begann mit dem Jungfernflug des Zeppelin NT (neue Technologie) über Friedrichshafen eine neue Ära des Luftschiffbaues. Nicht nur die Gesamtkonstruktion unterscheidet sich von den Vorgängern, auch die unbrennbare Heliumfüllung trägt wesentlich zur Sicherheit bei. Seit 2001 werden regelmäßige Passagierflüge angeboten, und 2004 wurde der erste Zeppelin nach Japan verkauft. Heute mag niemand mehr die Zeppeline am Himmel über dem Bodensee missen.

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